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Robotaxi-Unfall: Wer zahlt bei fehlender Versicherung?

• 8 min •
Robotaxi accident : qui paie ? L'assurance des véhicules autonomes en question.

Ein Robotaxi bremst abrupt, um einen imaginären Fußgänger zu vermeiden. Das nachfolgende Fahrzeug hat keine Zeit zu reagieren: Kollision. Wer zahlt? Der Hersteller? Der Flottenbetreiber? Der Softwareeigentümer? Oder, prosaisch ausgedrückt, die Versicherung des angefahrenen Fahrzeugs? Diese Szene, noch selten, aber voraussichtlich zunehmend, kristallisiert einen der blinden Flecken der autonomen Revolution: das Versicherungssystem.

Während Waymo, Cruise und andere den Einsatz ihrer führerlosen Flotten beschleunigen, zeigen die traditionellen rechtlichen Rahmenbedingungen, die für von Menschen gesteuerte Fahrzeuge konzipiert wurden, ihre Grenzen. Fahrer und Versicherer müssen sich auf ein neues Paradigma einstellen, bei dem der Begriff des „Verschuldens“ vom Fahrer auf den Algorithmus übergeht.

Ein rechtlicher Rahmen im Aufbau

In den USA führt das Fehlen einer einheitlichen Bundesregulierung dazu, dass jeder Staat nach eigenem Ermessen Gesetze erlässt. Kalifornien hat den Weg geebnet, indem es von Robotaxi-Betreibern verlangt, eine Versicherungsdeckung von 5 Millionen Dollar pro Vorfall abzuschließen. Wie Zinn-law berichtet, soll diese Summe, die weit über den üblichen Höchstgrenzen liegt, die Entschädigung von Opfern bei schweren Unfällen mit autonomen Fahrzeugen sicherstellen.

Diese Anforderung löst jedoch nicht alles. Sie legt einen Betrag fest, aber nicht die Modalitäten der Umsetzung. Wer zahlt die Prämie? Das Technologieunternehmen? Der Fahrzeughalter? Und wenn das Robotaxi als Mietwagen genutzt wird, wie von Waymo vorgeschlagen? Autonome Mitfahrdienste verwirren die Lage noch mehr: Der Passagier hat keine Kontrolle über das Fahrzeug, ist aber an Bord. Könnte seine eigene Privathaftpflicht in Anspruch genommen werden?

Haftung: Eine Verschiebung vom Fahrer zum Code

Bei einem klassischen Unfall beruht die Haftung auf dem Verhalten des Fahrers. Bei einem Robotaxi gibt es keinen Fahrer mehr. Das automatisierte Fahrsystem hat das Kommando. Im Falle eines Versagens verlagert sich die Haftung auf den Softwareentwickler, den Sensorhersteller oder den Flottenbetreiber.

Spezialisierte Anwälte, wie die von Lancebingham, beobachten eine Zunahme von Schadensersatzforderungen im Zusammenhang mit Robotaxi-Unfällen, auch bei Waymo. Die Statistiken von 2026 zeigen, dass Unfälle zwar seltener sind als solche mit menschlichen Fahrern, aber komplexe Haftungsfragen aufwerfen: Liegt das Verschulden an einem Wahrnehmungsfehler des Sensors, einem Software-Update-Fehler oder unzureichender Fahrzeugwartung?

In der Praxis können Opfer eines Robotaxi-Unfalls die Versicherung des Betreibers (die 5-Millionen-Dollar-Versicherung in Kalifornien) in Anspruch nehmen, aber möglicherweise auch den Hersteller wegen Produktmängeln. In diesem Zusammenhang werden Prozesse zu Versicherungsrechtsfällen, die mit Technologierechtsstreitigkeiten verbunden sind, wie Legalrideshare betont.

Der Sonderfall teilsautonomer Fahrzeuge

Nicht alle autonomen Fahrzeuge sind gleich. Teils automatisierte Fahrsysteme (Stufe 2 oder 3), wie der Autopilot von Tesla, stellen den Fahrer in eine Überwachungsposition. Im Falle eines Unfalls bleibt die Haftung in der Regel dem Fahrer zugeschrieben, wie Cheeleylawgroup erinnert. Wenn jedoch Stufe 4 oder 5 (ohne menschliches Eingreifen möglich) im Spiel ist, verschiebt sich der Fokus.

Diese Unterscheidung ist für Versicherer wesentlich, die ihre Prämien je nach Autonomiegrad anpassen müssen. Halter vollautonomer Fahrzeuge könnten niedrigere Prämien sehen, da das Risiko menschlichen Versagens reduziert ist – aber das Risiko technischer Fehler bleibt bestehen. Wie McKinsey anmerkt, müssen Verbraucher möglicherweise keine hohen Prämien mehr zahlen, da die Haftung auf den Hersteller oder Betreiber übertragen würde.

Konkrete Szenarien: Wer zahlt was?

| Szenario | Wahrscheinlich Verantwortlicher | Betroffene Versicherung |

|----------|--------------------------------|-------------------------|

| Robotaxi erfasst Fußgänger aufgrund eines Softwarefehlers | Betreiber / Entwickler | Betriebshaftpflichtversicherung des Betreibers (5 Mio. $ in Kalifornien) |

| Halter eines autonomen Fahrzeugs der Stufe 4 in Unfall verwickelt aufgrund mechanischen Defekts | Hersteller | Produkthaftpflichtversicherung des Herstellers |

| Fahrer eines teilsautonomen Fahrzeugs (Stufe 2) am Steuer abgelenkt | Fahrer | Privathaftpflicht des Fahrers |

Diese Szenarien zeigen, dass die Haftungskette lang und komplex sein kann und mehrere Akteure umfasst. In Ermangelung einer umfangreichen Rechtsprechung spielen die Gerichte eine Schlüsselrolle bei der Klärung der Regeln.

Die Versicherungsbranche vor der Herausforderung der Daten

Um das Risiko zu bewerten, benötigen Versicherer Daten. Unfälle mit autonomen Fahrzeugen sind jedoch noch selten, und die Fahrdaten sind oft Eigentum der Unternehmen. Versicherer haben Schwierigkeiten, zuverlässige versicherungsmathematische Modelle zu erstellen. Einige beginnen, Zugang zu den fahrzeuginternen Daten zu verlangen, was Datenschutzfragen aufwirft.

Darüber hinaus sind die potenziellen Schadenskosten höher: Ein durch einen Softwarefehler verursachter Unfall kann zu einem kostspieligen Rückruf und einer Kettenhaftung führen. Versicherer müssen das Risiko daher in größerem Umfang streuen, möglicherweise über spezielle Versicherungspools für autonomes Fahren.

Hin zu einem neuen Versicherungsmodell

Mehrere Ansätze zeichnen sich ab. Einer davon ist die fahrzeugintegrierte „Produktversicherung“, bei der der Hersteller oder Betreiber eine Police abschließt, die alle Vorfälle im Zusammenhang mit dem autonomen System abdeckt. Ein anderer ist die „Fahrtversicherung“, bei der jede Robotaxi-Fahrt einzeln versichert wird, wobei die Kosten in den Fahrpreis einfließen.

Einige Experten, wie die von Reddit interviewten, stellen sich ein System vor, bei dem die Versicherung am Fahrzeug und nicht am Fahrer haftet, mit einer einzigen Prämie, die vom Flottenbesitzer gezahlt wird. Dies würde die Verwaltung für die Nutzer vereinfachen, aber die Tarifierung für die Versicherer erschweren.

Fazit

Die Frage der Versicherung von Robotaxis ist noch lange nicht geklärt. Die wenigen hunderttausend Kilometer im autonomen Modus reichen nicht aus, um zuverlässige Statistiken zu erstellen. Die Regulierungsbehörden tasten sich vor, die Gerichte haben noch nicht über die wegweisenden Fälle entschieden, und die Versicherer tasten sich im Dunkeln.

Eines ist sicher: Das derzeitige fahrerzentrierte Modell muss sich zu einem technologiezentrierten Modell entwickeln. Unternehmen, die Robotaxis entwickeln, tun gut daran, diese Entwicklungen zu antizipieren, um nicht unvorbereitet zu sein. Und die Verbraucher müssen verstehen, dass das Einsteigen in ein führerloses Fahrzeug auch bedeutet, eine neue Risikoverteilung zu akzeptieren.

Also, wenn Sie das nächste Mal ein Robotaxi rufen, fragen Sie sich: Wer zahlt, wenn die Fahrt schiefgeht?

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